Wann und wie oft Rasen düngen

Rasen richtig düngen

Rasen richtig düngen!

Warum ist es wichtig, den Rasen regelmäßig zu düngen?
Bei jedem Mähen wird dem Rasen Nährstoffe entzogen. Doch gerade diese benötigt das Gras jetzt wieder zum nachwachsen. Besitzt der Boden zu wenig Mineralstoffe, wird der Rasen blass und unerwünschte Pflanzen machen sich breit.

Wie oft sollte der Rasen gedüngt werden?

Experten raten zu drei bis vier Düngungen pro Jahr. Abhängig von der aktuellen Beschaffenheit kann der Rasen auch weniger Düngung benötigen. Wenn Sie einen Mulchmäher oder Rasenroboter verwenden, verringert sich der Düngerbedarf, da sich der Rasenschnitt langsam zersetzt und dem Boden Nährstoffe wieder zuführt. Die Frühjahrsdüngung sollte ein bis zwei Wochen VOR dem ersten Jahresschnitt erfolgen. 
Für jede Jahreszeit gibt es speziell wirksame Düngermischungen.

Kalender in welchen Jahreszeiten welchen Dünger verwend werden sollDie meisten Dünger entfalten ihre Wirkung über ca. 3 Monate. Achten Sie bei der Dosierung und den Düngeintervallen auf die Herstellerangaben auf der Verpackung.

Woran erkenne ich, dass mein Rasen Dünger benötigt?

Nicht jede Rasenfläche benötigt die gleiche Düngefrequenz. Wie viele Düngungen Ihr Rasen benötigt, ergibt sich aus dem aktuellen Zustand des Rasens. Erscheint dieser sattgrün und hat keine Moose oder Unkräuter, können Sie getrost weniger düngen. Besitzt die Rasenfläche kahle Stellen, erscheint in blasser Farbe, oder hat „Fremdbewuchs“, sollten Sie ihn drei- bis viermal im Jahr düngen. Das gilt auch, wenn die Fläche stark beansprucht wird.

Blasse Rasenfarbe kann auch ein Indiz für eine Überdosierung an Kalk sein!

Deswegen eigenen sich günstige pH Untersuchungssets zum selber Testen.
Den Rasen zu kalken ist ebenfalls nur dann sinnvoll, wenn der pH-Wert unter 5,5 liegt.

Welchen Dünger benötigt der Rasen?

Der Rasendünger sollte eine ausgewogene Mischung an verschiedenen Inhaltsstoffen, wie z.B. Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen und Spurenelemente besitzen. Zu unterschiedlichen Jahreszeiten können verschiedene Dünger-Mischungen verwendet werden. Es ist sinnvoll speziellen Rasendünger zu verwenden, weil diese ein aufeinander abgestimmtes Verhältnis der Hauptnährstoffe besitzen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe in Rasendünger

Dünger Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf den Rasenwuchs

Welche Temperaturen zum düngen sind wichtig?

Besonders im Frühjahr ist auf Frostgefahr zu achten. Die Bodentemperatur sollte durchgehend nicht unter 5 Grad Celsius liegen. Deswegen sollte die Frühlingsdüngung erst etwa um die Forsythienblüte (März – April) erfolgen. Bei den folgenden Düngungen im Sommer und Herbst spielt die Temperatur dann keine Rolle mehr. Wenn Sie ab einer Bodentemperatur von 10 Grad aufwärts den Dünger ausbringen, sind Sie immer auf der sicheren Seite.

Im Frühjahr düngen

Die Frühjahrsdüngung erfolgt, wie oben erwähnt, erst nach den Nachtfrösten. Dafür sollte der Rasen zunächst von altem Laub und anderem Unrat befreit werden. Damit der Dünger sich besser an den Wurzeln verteilt, den Rasen vor dem düngen mähen. Ansonsten könnte die Düngergabe oben an den Halmen hängen bleiben und nicht den Boden erreichen. Günstiger Weise können Sie danach noch ein bis zwei Tage warten, damit sich die Schnittwunden am Gras wieder schließen können. Wenn kurzfristig Regen angesagt ist, kann ein Wässern nach der Düngung entfallen. Für die Düngung im Frühjahr eigen sich besonders organische oder mineralische Langzeitdünger, die ihre Nährstoffe langsam verteilt bis zur nächsten Düngung abgeben.
Vertikutieren sollten Sie nur dann, wenn Ihr Rasen stark verfilzt oder Moosbefall hat. Der richtige Zeitpunkt dafür ist etwa vier Wochen nach der ersten Düngung.
Danach können Sie die eventuell aufgetretenen Kahlstellen direkt nachsäen.

Die Sommerdüngung

Im Sommer ist die Wachstumsphase in vollem Gange. Damit das Wachstum nicht geschwächt wird, benötigt der Rasen nun weitere Nährstoffe.
Als grober Richtwert für den Zeitpunkt der Folgedüngung im Sommer kann der Zustand und die Beanspruchung dienen. Strapazierte Flächen eher Ende Juni, weniger beanspruchte Flächen Ende Juli düngen.
Achten Sie dabei auch auf die Empfehlungen der Hersteller auf der Verpackung.
Düngen Sie keinesfalls in der prallen Sonne oder Mittagshitze, oder wenn der Boden stark ausgetrocknet ist. Gut geeignet sind kühlere Morgenstunden oder Tage mit Regenvorhersage.
Für die optimale Verteilung der Nährstoffe sollte nach dem Ausbringen der Rasen gründlich gewässert werden.

Eine Herbstdüngung stärkt den Rasen für den Winter

Im Herbst verlangsamt sich das Gräserwachstum. Das wird zusätzlich durch herabfallendes Laub und fehlendem Tageslicht behindert. Damit Ihr Rasen gut durch den Winter kommt, benötigt er nun eine Düngung mit mit höherem Kaliumanteil. Damit werden die Pflanzenzellen gestärkt und das Gras wird frostresistenter. Düngermischungen mit erhöhtem Stickstoff und Phosphor Anteilen würden jetzt eher schaden.
Auch jetzt ist ein guter Zeitpunkt um Kahlstellen nachsäen.
Wichtig ist auch hier dass ausgiebige beregnen nach der Düngung. Vertikutieren sollten Sie ab Ende Oktober nicht mehr.

Über- oder Unterdüngung vermeiden

Lesen Sie aufmerksam die Dosierungsempfehlungen der Hersteller.
Achten Sie auch auf die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe je nach Jahreszeit. Eine Überdüngung schadet nicht nur den Gräsern, sondern auch der Umwelt.
Zum Ausbringen des Düngers eignen sich Streuwagen am besten. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die Bahnen nicht überlappen. Dadurch bekämen die überlappten Flächen zu viel Nährstoffe.
Ein klassisches Anzeichen für eine Überdüngung sind beispielsweise gelbe Streifen im Rasen. Bei einer starken Überdüngung verfärbt sich das Gras zunächst gelb und später braun. Der Rasen wirkt „verbrannt“. Es können auch vermehrt Pilzkrankheiten auftreten.
Wenn der Rasen grundsätzlich eher gelb anmutet, kann dies auch andere Ursachen haben. Wassermangel oder ungeeignete Rasenart für Ihren Boden können dies auch verursachen.
Bei der Verwendung von rein mineralischem Dünger sollten Sie genau auf die Herstellangaben auf der Verpackung achten. Bei organischem Dünger kann es kaum zu einer Überdosierung kommen. Trotzdem sollten Sie natürlich auch hier die Herstellerempfehlungen beachten.